„Es geht um Erwerbsarbeit, die stärkt, erfüllt und vernetzt."

Bischof em. Heinrich Mussinghoff besucht das Projekt AHA 100

Mussinghoff aha 100 teaser (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl
Mussinghoff aha 100 teaser
Do, 27. Apr 2017
iba

Aachen, (iba) – Der emeritierte Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff besuchte heute das Arbeitslosenzentrum AHA 100 der Sozialprojekte der Pastoralgemeinschaft Aachen-Nord e.V.

"Die Themen Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit haben derzeit gesellschaftlich keine große Bedeutung. Umso wichtiger ist es, dass die kirchlichen Einrichtungen der Arbeitslosenarbeit weiterhin Ansprechpartner für arbeitslose und langzeitarbeitslose Menschen und besonders Jugendliche, die nach einen beruflichen Einstieg suchen, bleiben," sagte er in seiner Ansprache.

"In der kirchlichen Arbeitslosenarbeit geht es darum, Menschen Perspektiven zu geben. Es geht um Erwerbsarbeit, die stärkt, erfüllt und vernetzt. Es geht um die Würde von Menschen, die durch Arbeitslosigkeit oder Armut verletzt wird. Die Einrichtungen der Arbeitslosenarbeit und der Koordinationskreis der kirchlichen Arbeitslosenarbeit stehen für Beratung, Qualifizierung, Beschäftigung, Begegnung und für politisches Engagement. Der kirchlichen Arbeitslosenarbeit geht es auch um die Mitwirkung an einer gerechteren Gesellschaft," so der Bischof weiter. Das gilt auch für Projekte wie AHA 100. 13 Menschen stehen dort in Lohn und Brot. Davon ist einer fest angestellt, drei haben einen Minijob, zwei sind in Bürgerarbeit und fünf haben eine Arbeitsgelegenheit (Ein-Euro-Job). Außerdem sind auch Ehrenamtler tätig, die oft über eine Maßnahme gekommen sind und später bleiben. Das hob auch Mussinghoff in seiner Ansprache hervor: „Ehemals arbeitslose Menschen engagieren sich heute z. B. in Arbeitslosenzentren oder begleiten Menschen zum Jobcenter oder zu anderen Behörden."

Er betonte zugleich auch die Bedeutung der Solidaritätskollekte: "Seit vielen Jahren gibt es die Solidaritätskollekte für arbeitslose Menschen im Bistum Aachen, die in diesem Jahr am Sonntag, 30. April und in den Vorabendgottesdiensten stattfindet. Die Kollekte und die Spenden sind wichtige Bausteine für die Bezuschussung der Arbeitslosenarbeit in unserem Bistum."

Die nächste Solidaritätskollekte für Arbeitslose unter dem Motto „Perspektiven geben: Arbeit stärkt, erfüllt und vernetzt" findet am 29. und 30. April statt. Bei der Solidaritätskollekte sind die Menschen in den Gemeinden des Bistums Aachen aufgerufen, für Arbeitslosenprojekte zu spenden, damit diese Menschen ohne Erwerbsarbeit qualifizieren und beraten können. Das Bistum stellt pro Jahr 860.000 Euro Kirchensteuermittel für die Arbeitslosenarbeit zur Verfügung. Dazu kommen Spenden und die Einnahmen aus der Kollekte, im vergangenen Jahr rund 95.000 Euro.

Weitere Informationen unter: Bischöfliches Generalvikariat, Abteilung Pastoral in Lebensräumen, Klosterplatz 7, 52062 Aachen, Heinz Backes, Telefon 0241/452-475, E-Mail heinz-backes@bistum-aachen.de.

Gespendet werden kann auf das Konto IBAN: DE54 3706 0193 0000 1050 74, BIC: GENODED1PAX, Name des Kontos: Solidarität für Arbeit. Als Verwendungszweck bitte Name und Anschrift eintragen, damit Spendenquittungen ausgestellt werden können.

Mehr dazu im Internet: http://aha-100.kibac.de und www.solidaritaetskollekte.de (iba/Na 20)